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Fachinformation zu Phenhydan® Tabletten:Desitin Pharma GmbH
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Dosierung/Anwendung

Dosis und Einnahmeintervall werden vom behandelnden Arzt individuell nach der Reaktion des Patienten und der Schwere der Krankheit unter Kontrolle der Plasmaspiegel festgelegt. Die therapeutischen Plasmakonzentrationen liegen in der Regel zwischen 10 und 20 mg/ml, in Ausnahmefällen auch etwas höher.
Eine allmählich einschleichende Medikation ist zu empfehlen.
In der Erhaltungsphase werden folgende mittlere Tagesdosen empfohlen:
Bei gleichzeitiger enteraler Ernährung ist eine Nahrungskarenz von 2 Stunden vor und nach Gabe von Phenytoin einzuhalten (siehe „Interaktionen“).
Antiepileptische Therapie
Erwachsene: 300 mg (3 Tabletten)
Kinder, bezogen auf das Körpergewicht, haben einen höheren Phenytoin-Bedarf als Erwachsene. Die Erhaltungsdosis bei Kindern liegt in der Regel bei 4 - 8 mg/kg Körpergewicht pro Tag.
Kleinkinder ab 3 Jahren: 100-200 mg (1-2 Tabletten)
Schulkinder: 100-300 mg (1-3 Tabletten)
Die Tagesdosis ist auf 2 – 3 Gaben aufzuteilen.
Bei Kindern unter 6 Jahren ist die ab dem 2. Behandlungstag verabreichte Dosis nach der Phenytoin-Plasmakonzentration festzulegen.
Ungenügender Behandlungserfolg könnte im Einzelfall auf zu niedriger Dosierung beruhen. Eine Steigerung der Erhaltungsdosis sollte dann vorsichtig um 25-50 mg Phenytoin (¼-½ Tablette), möglichst unter Bestimmung der Phenytoin-Plasmaspiegel, erfolgen.
Trigeminus-Neuralgie
Erwachsene nehmen initial 3 Tabletten (300 mg Phenytoin) in 1 bis 3 Einzelgaben. Die weitere Einstellung erfolgt dann nach den klinischen Erfordernissen und unter Kontrolle der Plasmaspiegel.
Bei Kindern richtet sich die Dosierung nach Alter und Körpergewicht. Als Initialdosis erhalten Kinder 5 mg/kg Körpergewicht täglich. Die Erhaltungsdosis bei Kindern beträgt 4 bis 8 mg/kg KG täglich.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Die Tabletten sollen zu oder nach den Mahlzeiten mit reichlich Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) eingenommen werden. Die Dauer der Einnahme richtet sich nach dem Krankheitsverlauf und wird vom behandelnden Arzt festgelegt.
Angesichts der relativ geringen therapeutischen Breite und der zahlreichen galenischen Zubereitungen mit unterschiedlicher Bioverfügbarkeit ist ein Wechsel von einem Präparat auf das andere ohne engmaschige Kontrollen der Plasmakonzentration nicht angeraten. Plötzliches Absetzen bei antiepileptischer Therapie kann eine Anfallshäufigkeit bzw. einen Status epilepticus hervorrufen. Deswegen sollte, wenn möglich, die Dosis langsam reduziert werden, bei gleichzeitigem Einschleichen einer anderen antiepileptischen Medikation.